Ein Hamburger Jung

Ich bin schon 58 Jahre Hamburger und doch waren mir die meisten Gegenden und speziell der Hafen 57 Jahre fremd. Bis ich einen beruflichen Wandel genutzt habe, Hamburg besser kennen zu lernen.

Also nahm ich meine kleine Leica d lux7, deponierte sie in einer eigens konstruierten Umhängetasche und fuhr mit meinem Sidewalker durch Hamburg. Was wie ein flüchtiger Zeitvertreib begann, mündete in einem exzessiven Sport, in dem ich in einem harten, schneereichen Winter bis zur Grenze der Erfrierungen und glücklichen Erschöpfung durch Hamburg gerollert bin.

Mittlerweile haben sich die Feierabend- und Wochenendtrips fest in meinem Alltag etabliert und ich suche mir immer neue Viertel und Straßen heraus, die ich kennen lernen und fotografisch festhalten möchte.

Mit Professionalität haben meine Fotos allerdings nix am Hut, den ich stets trage. Ich mache Speedfotografie und dabei kann ich keine voluminöse 2kg Spiegelreflex mit mir herumtragen. Ich benötige eine kleine leistungsstarke Kamera, die ich immer dabei haben kann und da ist die Leica d lux7 mit ihrer 1,7 Lichtstärke und ihrem großen Sensor genau richtig. Momentan begnüge ich mich aber mit der LX 100, da meine Leica die Härten der Speedfotografie nicht heil überstanden hat. Immerhin habe ich in den ersten 4 Monaten '26 über 5000 Fotos geschossen.

Als Ästhet vermeide ich es Autos zu fotografieren und Menschen will ich aus reiner Menschlichkeit nicht ablichten. Ich habe Grundsätze und die wirst du an der Unverfälschtheit der Formen erkennen.

 Wer Hamburg kennt, weiß, wie herausfordernd es in dem Rummel ist, ästhetisch zu fotografieren. So harre ich manchmal für einen Shot minutenlang in einer verkrampften Position, warte bis ein Bus wegfährt, eine S-Bahn einrollt, oder eine Person sich aus dem Motiv bewegt. Dabei ist eine leichte Kamera, die man einhändig nutzen kann, unentbehrlich. Manchmal stehe ich, mit dem Auge am Sucher, auf Kreuzungen oder schmalen Verkehrsinseln, während hupende LKW dicht an meinem Rücken vorbei rasen oder ich lege mich auf Plätze und Wege, klettere auf Mauern oder rutsche Abhänge hinunter, um meinen persönlichen Augenwinkel zu suchen. Dabei muss ich schnell sein und habe meist nur einen Shot und der muss sitzen oder eben nicht. Dabei ist gerade die Hafenfotografie schwierig, weil das Fotografieren in die gewerblichen Gelände verboten oder radikal unerwünscht ist. Mit Leidenschaft und Neugier kann man aber die meisten Gebäude- und Geländeverwalter besänftigen und wenn ich Glück habe, komme ich dabei mit den Menschen, die sich für meine Fotografie interessieren ins Gespräch und ich lerne etwas über die Abläufe des Hafens oder die Baubesonderheiten der Gebäude kennen.

Hier findest du also weder Kommerz- noch Tourismusfotografie, sondern Bildergeschichten + Stadtverliebtheit und diese möchte ich dir nahebringen

Persönliches

Manchmal betrachte ich auch mich selbst aus dem Augenwinkel, obwohl Selfies nicht unbedingt zu meinen Vorlieben gehören

Ich bin auch dupont-cartoons.de

Eigentlich bin ich hauptberuflich sitzender Tischler, aber weil ich immer wieder Phasen mit merkwürdigen Ideen habe, habe ich 2017 eine Cartoon-Novel zu zeichnen begonnen.

Auf meiner Seite kannst du das Leben von Herrn Murks erleben und dabei ganz nebenbei auch dich selbst besser kennen lernen. Versprochen

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